Geschichte des WDG

 


Zu Anfang der Geschichte bestand das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium genaugenommen aus zwei getrennten Schulen, die jede für sich ihren eigenen Ursprung hatten, eine in Barmen im Jahre 1579 (Geburtsdatum des WDG) und eine in Elberfeld, 1592 gegründet, gegenüber der reformierten Kirche gelegen. Beide Schulen hatten zu Anfang nichts miteinander zu tun und lebten bis zur Zusammenlegung im Jahre 1931 jede für sich allein.


Die Gründung der Barmer „Amtsschule“ geschah auf Initiative vieler wohlhabender Familien, um der ca. 2000 Menschen umfassenden Ansiedlung Barmen neben der ersten Schule auch eine Art kommunales Zentrum zu bieten. Die Schule lag aus heutiger Sicht am Anfang der Einkaufsstraße Werth.


Die Elberfelder Lateinschule entstand durch den aus der 1552 gegründeten reformierten Kirchengemeinde entsprungenen Gedanken, eine schulische Einrichtung zu schaffen, welche auf ein Theologiestudium vorbereiten sollte. Hierzu wurde an der damaligen Lateinschule vorerst ausschließlich Latein, Griechisch und Hebräisch gelehrt. Die Schule, oder besser gesagt: die Lateinklasse, wurde in ein Gebäude auf dem damaligen Kirchhof gegenüber der Kirche eingebunden, das schon seit einigen Jahren eine sogenannte „Deutsche Schule“ beherbergte. Wer der erste Rektor der Lateinschule war, ist nicht bekannt; man vermutet jedoch, dass es Georg Wilck war, da Wilhelm Bouterwerk, Direktor des späteren Gymnasiums, über ihn schrieb.


1603 wird, während der Bildung einer zweiten Klasse, der damals 13-jährige Caspar Sibel, Enkel des „Reformators“ Peter Loh, dem Rektor der Lateinschule zur Erziehung übergeben. Sibel, einer der ersten Schüler der Lateinschule verfasst später ein Buch über sein Schülerdasein in lateinischer Sprache: „Caspari Sibelli – de corriculo totius vitae et peregrinationis suae“.


Am 22. Mai 1687 erfährt die Lateinschule zu Elberfeld nach vielen Jahren von Kriegen und Seuchen einen sehr harten Rückschlag, als 350 Wohnhäuser samt Kirche und Schulhaus niederbrennen. Notdürftig werden Deutsche und Lateinschule für 33 Jahre ins Armenhaus am Mäuerchen verlegt, um anschließend 1718 wieder in ihr erneuertes Schulhaus zu ziehen. Dort verrichtet die Lateinschule 1821 einen weiteren Umzug ins ehemalige Gebäude der Lesegesellschaft in der Grünstraße.


Dieser Umzug wird allerdings erst durch die großen Mühen Johann Ludwig Seelbachs möglich, der die Lateinschule 1813 mit nur sechs Schülern übernahm und die Zahl bis 1818 auf 52 Schüler erhöhte. Grund  war das immer stärker aufkeimende Verlangen der Bürger zur Bildung von Schulen, welche nicht auf ein Studium als Gelehrter, sondern auf das  Dasein als Kaufmann vorbereiten sollten. Da die Lateinschule diese Eigenschaften nicht erfüllte, begann um 1800 die Schließung oder Vereinigung der Schulen mit anderen Schulen und dem Wilberg Institut immer realistischer zu werden.

1893 ist ein bedeutendes Jahr für die Schule, da sie nun zum ersten Mal in ihrer Laufbahn ein eigenes Gebäude ausschließlich für den Unterricht erhält: Das Gebäude an der Cölner Straße. Hier steht auch heute noch der Neubau der Schule.

Schließlich gelingt es der Lateinschule 1921, ihre Klassenanzahl auf 4 zu erhöhen, und auch die Leherermenge auf 5 Personen zu vergrößern. Folglich wird die Lateinschule nun offiziell als Gymnasium annerkannt und vorerst mit dem Namen „Evangelisches Gymnasium“ versehen.


Im Jahre 1931 wird das Barmer Gymnasium mit dem der Elberfelder vereint und vorerst „Barmer Gymnasium zu Elberfeld“ genannt. Dr. Paul Sparmberg, ehemaliger Rektor der Barmer Schule, übernimmt das Amt des Schulleiters, während der Elberfelder Direktor in Pension geht. Sieben Jahre später wird die Schule in Wihelm-Dörpfeld-Gymnasium umgetauft. Zu dieser Zeit war ein besonderes Zeichen der Schule der sogenannte „Stürmer“, eine Schulmütze, welche von den Barmern auf die Elberfelder Schule übertragen wurde.


Schließlich wird das Gebäude an der Cölner Straße 1943 durch einen Bombenangriff auf Elberfeld zerstört und in den 1950er Jahren am selben Platz neu errichtet. Bis heute steht es nun dort und wurde seit damals immer wieder erweitert:


- 1957: Die Pallas Athene wird auf ihrem Platz neben dem Tor errichtet


- 1979 – 1981: Die Naturwissenschaftsfachräume werden an der Ostfront errichtet


- 1984: Informatik wird im WDG unterrichtet und sogar als Abiturfach möglich gemacht


- 2005 – 2007: Die Aula wird neben den Naturwissenschaftstrakt gebaut


- 2010: Die Mensa wird in der Pausenhalle errichtet


Noch gilt das WDG als kleinstes Gymnasium Wuppertals, aber dennoch hoffen wir, dass das Wilhelm Dörpfeld Gymnasium auch weiterhin an seiner Beständigkeit festhält.

eb,ds

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