»Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.«
Karl Raimund Popper

Eine besondere Klasse

Unsere internationalen Klasse bietet neu zugewanderten Schülerinnen und Schülern eine besondere Chance

Die  internationalen Klasse ist eine ganz besondere Klasse am WDG. Unsere sogenannte Deutsch-Förderklasse besteht aus Schülerinnen und Schülern aus allen möglichen Ländern der Welt: von Griechenland bis Kolumbien, von Russland bis Australien, von Italien bis China besuchten uns schon Mädchen und Jungen, die hier DAZ, also Deutsch als Zweitsprache lernten.

Deutsch mit Grammatik und Wortschatz, aber auch Landeskunde und vieles mehr sowie Mathematik stehen auf dem täglichen Programm. Dabei gibt es allerdings keinen festen Stundenplan für die Klasse, sondern einen individuellen für jedes Kind. Eine weitere Besonderheit ist nämlich, dass Kinder der Klassen 5 bis 10 gemeinsam unterrichtet werden. Das Prinzip ist das Folgende: Kommt ein Kind mit keinen oder wenigen Deutschkenntnissen, gibt es zunächst vor allem intensiven DAZ-Unterricht. Dann nimmt der Schüler oder die Schülerin für ein paar Stunden zusätzlich am Regelunterricht in einer normalen Klasse der eigenen Altersstufe entsprechend teil, anfangs vor allem in Mathematik, Englisch und Sport. Verbessern sich die Deutschkenntnisse oder sind diese von Anfang an schon gut, werden weitere Fächer hinzugefügt und die Anzahl der Deutschstunden in der internationalen Klasse reduziert, bis innerhalb von einem halben bis eineinhalb Jahren der Schüler bzw. die Schülerin ganz in die Regelklasse integriert wird. Hier kann die Deutschnote dann ggf. noch ein halbes Jahr ausgesetzt werden, spätestens danach gibt es aber die gleiche Benotung in allen Fächern.

Dies ist ein System, das sich bewährt hat. Die meisten Schülerinnen und Schüler integrieren sich schnell in die Regelklassen, werden von ihren einheimischen Mitschülern sehr gut unterstützt, wobei sich häufig kleine „Patenschaften“ bilden. Insgesamt können ungefähr 60% aller Schülerinnen und Schüler nach Abschluss der  internationalen Klasse in unsere Schule integriert werden. Ein Kinderspiel bleibt das Ganze für die Mitglieder der  internationalen Klasse trotzdem nicht – es ist eine harte Arbeit, für die man den Schülerinnen und Schülern Respekt zollen muss und die, so gut wie es geht, vom Klassenlehrerteam und einer weiteren Förderlehrerin der Mercator-Stiftung durch individuelle Förderung unterstützt wird.Hierzu gehören neben dem auf den Schüler bzw. die Schülerin zugeschnittenen individuellen Lehrplan auch viele Ausflüge und andere gemeinsame Aktivitäten, bei denen auch gerne viele ehemalige Kinder und Jugendliche teilnehmen – an die  internationale Klasse erinnert man sich gerne bis zum Abitur zurück.

In der Bildergalerie finden Sie ein paar Eindrücke vom Lernen in der internationalen Klasse. 

Redaktionsteam

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